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Einkaufen in Spandau

Zu einem Einkaufsbummel laden in Spandau gleich mehrere Einkaufszentren und Geschäftsstraßen ein. Am bekanntesten sind sicher die Spandau Arcaden und die romantische Altstadt zwischen den U-Bahnhöfen Rathaus Spandau und Altstadt Spandau. Hier laden neben großen Kaufhäusern wie C&A und Karstadt auch diverse kleine Geschäfte zum gemütlichen Shopping ein. Wer dort vom Einkaufen eine Erholungspause braucht, findet Stärkung und etwas Ruhe in den vielen Cafés und Restaurants.

Darüber hinaus gibt es aber noch einige kleinere Einkaufszentren und Geschäftsstraßen zu entdecken. Zu nennen sind hier die “Kaufmitte Siemensstadt”, die vielen Berlinern eher unter ihrem früheren Namen “Kaufzentrum Siemensstadt” ein Begriff sein dürfte. Aber auch das Staaken Center und die Pichelsdorfer Straße haben einiges zu bieten. Besonders für die ganz im Süden des Bezirks lebenden Spandauer ist das Cladow-Center und die Sakrower Landstraße für den alltäglichen Einkauf von großer Bedeutung. Zusätzlich verfügt Spandau über diverse Supermärkte und Lebensmitteldiscounter in den verschiedenen Wohngebieten. Platzhirsch unter den klassischen Supermärkten ist auch in der Havelstadt Edeka, bei den Discountern hat man die Wahl zwischen verschiedenen Filialen von Lidl, Aldi, dem Netto Marken-Discount und gelegentlich auch Penny. Ein besonderes Einkaufserlebnis bieten die großflächigen Supermärkte von Kaufland und Real, die mit einem riesigen Sortiment aufwarten.

Baumärkte sind in Berlin-Spandau vier zu finden, wovon je zwei von Bauhaus und Obi betrieben werden. Alle Baumärkte bieten ein breites und tiefes Sortiment, alle Filialen haben einen großen Gartenbereich. Einzelne Gartencenter bzw. Gärtnereien sind ebenfalls in Spandau zu Hause. Auch Einrichtungshäuser haben hier Ihren Standort, besonders bekannt ist das erste Berliner IKEA-Möbelhaus nahe der Ruhlebener Straße. Sparfüchse kaufen zudem gerne bei Möbel Boss und Poco ein.

Spandau – Die Stadt im Westen Berlins

Spandau ist der westlichste der zwölf Berliner Bezirke. Mit rund 238.000 Einwohnern ist er von der Bevölkerungszahl her der kleinste Bezirk der Hauptstadt. Dennoch wäre Spandau damit bereits selbst eine Großstadt. Und manch eingefleischter Spandauer stellt die Zugehörigkeit zu Berlin auch immer wieder gern in Abrede. So heißt es nicht selten „Spandau bei Berlin“, oder noch besser: „Berlin bei Spandau“! Ganz falsch ist das auch nicht. Schließlich war unsere Havelstadt bis zur Gründung von Groß-Berlin im Jahre 1920 selbständig. Nicht zu vergessen, dass Spandau bereits 1197 als Burg urkundlich erwähnt wurde und damit einige Jahre älter als Berlin (1237) ist. Als 5. Bezirk Berlins sind wir zwar heutzutage nicht mehr eigenständig, aber dennoch ein stolzer und ganz spezieller Teil der Hauptstadt.

Zwar heißt auch in Spandau das Brötchen Schrippe und die berühmt-berüchtigte Berliner Schnauze kann hier sogar noch um einiges rauer sein als in Charlottenburg oder Prenzlauer Berg, trotzdem gibt es in der Havelstadt einige interessante Besonderheiten, die der Rest Berlins nicht zu bieten hat:

  • Die einzige echte Burg auf dem Gebiet Berlins: Die Zitadelle Spandau
  • Spandau ist der Bezirk mit der höchsten Dichte an Hertha-Fans. Mehr als ein Prozent der Einwohner sollen Vereinsmitglied sein, und den Herthanern zur Ehre wurde sogar schon der Rathausturm in den Vereinsfarben blau-weiß illuminiert.
  • Büffel als Rasenmäher – auf den Tiefwerder Wiesen wurden asiatische Wasserbüffel vom Bezirksamt mit der Rasenpflege betraut. Wegen des Erfolgs wurde ihr Einsatz sogar auf weitere Grünflächen ausgeweitet.
  • Wir haben die größte Fußgängerzone Berlins. Keine Shoppingmeile in der City ist so weitläufig wie die Altstadt Spandau.
  • Einen halben Flughafen (nein, keine Angst, der BER liegt immer noch in Schönefeld): Der britische Flugplatz Gatow wurde nach seiner Stilllegung regelrecht halbiert. Während eine Hälfte komplett abgerissen und mit der Landstadt Gatow bebaut wurde, blieb der andere Teil als Luftwaffenmuseum erhalten. An besonderen Festtagen findet mit kleinen Maschinen sogar vereinzelt Flugbetrieb statt.

Spandau erstreckt sich über eine Fläche von 9.187 Hektar oder knapp 92 Quadratkilometer. Das Gebiet gliedert sich in die neun Stadtteile Spandau, Falkenhagener Feld, Hakenfelde, Haselhorst, Siemensstadt, Kladow, Gatow, Staaken und Wilhelmstadt. Auf dieser Fläche lebten 2016 gut 238.000 Menschen, die meisten in Wilhelmstadt, die wenigsten im dünn besiedelten Gatow.

Verkehr – Spandau hat den größten …

Busknotenpunkt Berlins. An keinem anderen Ort in der Hauptstadt treffen sich so viele Buslinien wie vor dem Rathaus Spandau. Fast alle werden von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) bedient. Jedoch auch die Potsdamer ViP und die HVG steuern den Bahnhof an. Dieser hat übrigens auch einen Superlativ zu bieten, nämlich mit 440 Metern die längste Bahnhofshalle Deutschlands. Unter dem Glasdach halten die Fern- und Regionalzüge. Unter anderem werden Verbindungen nach Hamburg, Hannover und München angeboten. Der Regionalverkehr führt neben weiteren Zielen nach Nauen, Rathenow und Cottbus. Die U 7, längste U-Bahnlinie Berlins und längstes zusammenhängendes Bauwerk Europas, hat am Rathaus Spandau ihren Endbahnhof. Sie hält auf ihrem Weg ins ferne Rudow noch an vielen weiteren Stationen im Bezirk, so an der Zitadelle Spandau, der Paulsternstraße und dem Siemensdamm (direkt an der Kaufmitte). Der Stadtteil Kladow wird durch die Fährlinie F10 mit dem Bahnhof Wannsee verbunden.

Innerhalb Spandaus wird – von der U7 einmal abgesehen – der öffentliche Nahverkehr ausschließlich mit Bussen bestritten. Dies hat zur Folge, dass die Busse zumindest im Berufsverkehr meist so überfüllt sind, dass fast zwangsweise eine unfreiwillige Kuschelparty stattfindet. Da die Stimmung dabei aber aus verständlichen Gründen oft eher weniger kuschelig ist, wird seit längerem nach Lösungen für diese Problematik gesucht. So wird zum Beispiel die Verlängerung der U-Bahn und die Rückkehr der Straßenbahn diskutiert. Kurzfristig soll durch die Schaffung neuer Buslinien und dichteren Takten Erleichterung geschaffen werden. Des weiteren sind auch immer wieder Verbesserungen beim Verkehr ins benachbarte Havelland in der Debatte. Eine Idee ist, die S-Bahn nach Falkensee oder gar Nauen zu verlängern.

Spandauer Straßennetz

Der Bezirk verfügt über ein umfangreiches, jedoch auch oft überlastetes, Straßennetz. Die Heerstaße (B5) durchquert Spandau in Ost-West-Richtung, über die B2 geht es ins südlich gelegene Potsdam.  Über die Falkenseer Chaussee gelangt man – wie unschwer zu erraten – nach Falkensee, und die Niederneuendorfer Allee führt einen nach Hennigsdorf. Die Seegefelder Straße ist ebenfalls eine zusätzliche wichtige Route ins Havelland.  Über die genannten Straßen fährt ein wesentlicher Teil der Berufspendler aus dem westlichen Umland nach Berlin und wieder zurück – eine echte Herausforderung für den Bezirk, die es zu bewältigen gilt. Denn rund um das Rathaus, wo einige dieser Wege zusammentreffen und sich den Platz mit den vielen Bussen teilen müssen, wird es regelmäßig sehr eng und unübersichtlich. Dennoch ist man auch als Autofahrer in der Havelstadt bestens aufgehoben. Ein breites Angebot an Tankstellen (auch sehr günstigen), Waschanlagen und Werkstätten machen die zuvor genannten Unannehmlichkeiten genauso wett, wie die landschaftlich reizvollen Strecken in Kladow und Gatow.

Bildung im Bezirk

Laut statistischen Jahrbuchs 2015 büffelten in Spandau 2014 23.133 Schüler, wobei in den letzten Jahren gewiss noch einige dazugekommen sind. Diese verteilen sich auf 58 allgemeinbildende Schulen. Davon sind 33 Standorte Grundschulen und sechs Gymnasien. Darüber hinaus gibt es 13 integrierte Sekundarschulen, die aus den früheren Haupt-, Real- und Gesamtschulen hervorgingen. Zusätzlich befinden sich im Bezirk fünf Förderschulen und eine freie Waldorfschule. Bisher haben wir allerdings keine Universität. Dies soll sich nach dem Willen mancher Geschäftsleute und Lokalpolitiker jedoch in nicht allzu ferner Zukunft ändern.

Wer sich auch in der Freizeit bilden möchte, findet dazu kostengünstig Gelegenheit in der hiesigen Volkshochschule. Mehrere Büchereien und eine Musikschule runden das Bildungsangebot in Spandau ab.

Behörden in der Havelstadt

Bekanntester Verwaltungsstandort im Bezirk ist sicher das imposante Rathaus Spandau, welches nach den Entwürfen der Architekten Heinrich Reinhardt und Georg Süßenguth von 1910 bis 1913 erbaut wurde. Hier tagen die Spandauer Bezirksverordnetenversammlung (BVV) und der Bezirksbürgermeister, auch die Stadträte haben in dem beeindruckenden Gebäude mit seinem 80 Meter hohen Turm ihre Büros. Bekannt ist das Spandauer Rathaus aber auch über die Grenzen der Havelstadt hinaus für das Standesamt. Unzählige Ehen wurden hier am Rande der Altstadt bereits geschlossen. Häufiger sucht man das Amtsgebäude jedoch wegen des Bürgeramts auf, welches hier seinen größten Standort in Spandau hat. Daneben unterhält die Behörde Zweigstellen in Kladow, der Wasserstadt und dem Falkenhagener Feld. Weitere wichtige Ämter haben ihren Dienstsitz an anderen Orten im Bezirk. Das Ordnungsamt und das Sozialamt befinden sich größtenteils in der Galenstraße, das Jugendamt sitzt an der Klosterstraße.

Die Bundesagentur für Arbeit ist mit der Agentur für Arbeit Spandau auch im Bezirk vertreten. Sie hat ihren Standort am Wohlrabendamm in Siemensstadt. Das gemeinsam von Arbeitsagentur und Bezirksamt betriebene Jobcenter findet man in der Altonaer Straße.

Recht und Sicherheit

Das Amtsgericht Spandau befindet sich schräg gegenüber des Rathauses in einem eher unscheinbaren Verwaltungsbau. Es ist in zivilrechtlichen Angelegenheiten grundsätzlich für den gesamten Bezirk zuständig, einige Teilbereiche sind jedoch an andere Gerichte ausgelagert. Zum Beispiel werden Spandauer Familiensachen vor dem AG Tempelhof-Kreuzberg verhandelt, als Registergericht ist das AG Charlottenburg für unseren Bezirk zuständig, und Strafsachen werden „in Moabit“ (AG Tiergarten) entschieden. Im Gegenzug ist beim Amtsgericht Spandau die Kosteneinzugsstelle für ganz Berlin angesiedelt. Polizeilich liegt die Zuständigkeit bei der Direktion 2 (Charlottenburger Chaussee 67), zu der die beiden Spandauer Polizeiabschnitte A21 (Moritzstraße 10) und A23 (Schmidt-Knobelsdorff-Straße 27) gehören. Des weiteren hat die Berliner Polizei Ausbildungseinrichtungen und Übungsanlagen in der Havelstadt. Direkt im Bahnhof Spandau unterhält die Bundespolizei eine kleine Wache.

Die Berliner Feuerwehr ist bei medizinischen Notfällen, Bränden und Unfällen für die Einwohner des Bezirks da. Sie hat hier mehrere Wachen, die in den weiter außerhalb gelegenen Stadtteilen (Kladow, Gatow, Staaken) von der Freiwilligen Feuerwehr besetzt werden. Auf den zentralen Feuerwachen tun hauptsächlich Berufsfeuerwehrleute Dienst. Am Standort in der Betckestraße ist eines der wenigen Berliner Feuerlöschboote zu Hause.

Geschichte der Stadt Spandau

Frühe Anfänge

Die Stadt Spandau hat eine lange Geschichte. Erste Ansiedlungen sollen bereits in der Zeit des 8. Jahrhunderts stattgefunden haben. Die Siedlung soll sich jedoch etwas südlich des heutigen Zentrums auf einer (später mit dem Land verbundenen) Insel befunden haben. Der Straßenname „Spandauer Burgwall“ erinnert noch heute an diesen Ort, der wohl bis ins 12. Jahrhundert bestand. In der damaligen Epoche lebten in unserer Region Angehörige slawischer Stämme, nämlich die Heveller. Archäologische Funde legen nahe, dass hier sogar ein Hevellerfürst residierte.

1197 wird erstmals eine Burg mit dem Namen „Spandowe“ urkundlich erwähnt.  Diese soll von Albrecht I. von Brandenburg aus dem Geschlecht der Askanier gegründet worden sein. In deren Nähe entstand eine Stadt, in die wohl auch die Bewohner des Burgwalls umsiedelten. Diese wird 1232 in einer weiteren Urkunde erwähnt, als dem noch jungen Spandow weitere Stadtrechte zuerkannt wurden. Das genaue Gründungsdatum der Stadt ist unbekannt, es wird auf 1230 geschätzt.

Vom Bau der Zitadelle bis zum 1. Weltkrieg

1560 befahl Kurfürst Joachim II. den Bau der Zitadelle Spandau, welche die frühere Burg ersetzte. Die Bauarbeiten wurden unter der Leitung von Rochus zu Lynar im Jahre 1594 abgeschlossen. Im darauffolgenden Dreißigjährigen Krieg war auf der Zitadelle eine Garnison stationiert, die Befestigungsanlagen wurden weiter ausgebaut. Im Laufe der Zeit nahm die militärische Bedeutung weiter zu. In den napoleonischen Kriegen fand Spandau ebenfalls Erwähnung: 1806 wurde Spandau von den Franzosen eingenommen, 1813 wurden Stadt und Festung von Russen und Preußen zurückerobert.

Blick auf die Zitadelle Spandau

© babelsberger – Fotolia.com – Die Zitadelle Spandau ist die bekannteste Sehenswürdigkeit des Bezirks. Im Hintergrund ist der Juliusturm zu sehen.

Im Jahr 1878 wurde der Name der Stadt geändert: Aus Spandow wurde Spandau. in der Zeit von 1873 bis 1903 war Spandau Festungsstadt. In dieser Epoche entstand das ganz am westlichen Stadtrand gelegene Fort Hahneberg. Die Stadt wurde zu einem wichtigen Stadtort der Rüstungsindustrie, ein Trend, der sich in den Jahren vor Ausbruch des 1. Weltkriegs 1914 noch verstärkte. Zusätzlich siedelten sich mit den Siemens-Werken auch andere Industriezweige an. Der Stadtteil Siemensstadt geht darauf zurück und wurde zu großen Teilen von dem Unternehmen für seine Mitarbeiter errichtet. Um die zahlreichen Gütertransporte bewältigen zu können, wurden der Nord- und der Südhafen geschaffen. Letzterer ist noch heute in Betrieb. Bereits 1846 erhielt unsere Stadt Anschluss an die Eisenbahn nach Hamburg, 1871 kam die Lehrter Bahn (die heutige Strecke nach Hannover) hinzu. 1920 wurde Spandau nach Groß-Berlin eingemeindet und verlor seine Selbständigkeit. Fortan war die Havelstadt ein Berliner Bezirk. In Staaken entstand ein Flugplatz, von dem zeitweilig per Zeppelin Direktverbindungen nach New York bestanden. Das frühere Flugfeld liegt jedoch im Havelland, die Gebäude stehen auf Berliner Boden.

2. Weltkrieg und Nachkriegszeit

Bereits vor dem 2. Weltkrieg spielte die Rüstungsindustrie wieder eine große Rolle, und es wurden erneut Militäreinheiten in Spandau stationiert. Die Nazis wüteten auch hier schlimm: So wurde zum Beispiel eine Synagoge niedergebrannt, und es fand eine umfassende Verfolgung von Juden und Andersdenkenden statt. Im Krieg erlitt der Bezirk bei schweren Luftangriffen umfangreiche Zerstörungen, vor allem im Bereich der historischen Altstadt und der Industrieanlagen. Spandau wurde zunächst – wie ganz Berlin – von der Roten Armee besetzt und kam wenig später zum Britischen Sektor. In diesem Zusammenhang änderten sich auch die Grenzen deutlich. Einige Gebiete im Bereich des Britischen Militärflugplatzes Gatow kamen dazu, im Gegenzug musste Spandau Weststaaken an das sowjetisch besetzte Umland abgeben. Während der Luftbrücke spielte der Flugplatz Gatow eine zentrale Rolle bei der Versorgung West-Berlins. Bei Staatsbesuchen landete die Queen stets in Gatow.

Wiedervereinigung

Mit der Wiedervereinigung kam Weststaaken zurück zu Spandau, und glücklicherweise konnten die nach dem Krieg erhaltenen Flächen behalten werden. Der Flugplatz in Gatow wurde stillgelegt und beherbergt (wie eingangs schon erwähnt) heute das Luftwaffenmuseum, welches offiziell Militärhistorisches Museum heißt. Viele der früher militärisch oder industriell genutzten Flächen wurden für andere Zwecke umgewidmet. Im Norden des Bezirks entsteht seit den 90er Jahren mit der Wasserstadt Spandau ein weitläufiges neues Wohnquartier.

Wohnen in Spandau

In Sachen Wohnen hat der Bezirk viele Gesichter. Begonnen mit einigen historischen Gebäuden in der Altstadt bis hin zu modernsten Neubauten ist in Spandau Bausubstanz aus nahezu jeder Epoche vorhanden. Und auch sonst gibt es viele Gegensätze: Einfamilienhäuser stehen neben Wohntürmen, Miet- neben Eigentumswohnungen. Preislich sind je nach Lage oft deutliche Unterschiede zu bemerken.

Die Altstadt Spandau wird vor allem durch einen Mix von sehr alten, romantischen Häusern und typischer Nachkriegsarchitektur geprägt. Ein Großteil der dortigen Immobilien wird aufgrund der attraktiven Lage in der Fußgängerzone gewerblich genutzt, jedoch sind auch normale Wohnungen vorhanden. Nahe des U-Bahnhofs „Altstadt Spandau“ wurden teils recht luxuriöse Mietwohnungen erbaut. Vereinzelt werden aber sogar Sozialwohnungen im Zentrum der Havelstadt angeboten. In der Umgebung der Altstadt erstrecken sich im Norden und Süden typische Berliner Gründerzeitquartiere. Zu nennen sind hier der Kiez rund um den Lutherplatz und die Lynarstraße, vor allem aber die nördliche Wilhelmstadt mit dem Metzer Platz als zentralen Ort. Hier könnte man sich als Ortsunkundiger fast in der Berliner City wähnen.

Leben im Weltkulturerbe in Siemensstadt

Dem Stadtteil Siemensstadt geben die dort in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts entstandenen Wohnsiedlungen sein Gesicht. Die „Großsiedlung Siemensstadt“, welche sich bis weit in’s benachbarte Charlottenburg-Nord ausdehnt, gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Ähnliche Architektur aus der Epoche ist auch in der Gartenstadt Staaken, in Wilhelmstadt, und in Teilen des Falkenhagener Feldes im Bereich Zeppelinstraße / Falkenseer Chausee zu finden. Aber auch die unverwechselbaren Wohnanlagen aus den Aufbauprogrammen der 50er und 60er Jahre sind in Spandau gut vertreten. Ein gutes Beispiel ist die Georg-Ramin-Siedlung, die nach dem früheren Bezirksbürgermeister Spandaus benannt wurde. Im Norden, entlang der Havelufer, entsteht seit den 90ern die Wasserstadt Spandau. Nach Jahren der Stagnation wird sie in Anbetracht der auch hier immer stärker werdenden Wohnraumknappheit wieder verstärkt weiterentwickelt.

Moderne Großsiedlungen und kleine „Dörfer“

Wieder ein völlig anderes Erscheinungsbild haben die Hochhaussiedlungen Heerstraße Nord und Falkenhagener Feld. Sie sind von Struktur, Aussehen und Lebensgefühl am ehesten mit dem bundesweit bekannten Märkischen Viertel in Berlin-Reinickendorf und der Gropiusstadt in Berlin-Neukölln vergleichbar. Dort gibt es noch immer verhältnismäßig preiswerte Wohnungen, viele Kindergärten, Schulen und soziale Projekte. Die Kehrseite ist jedoch, dass zumindest die Heerstraße Nord zu den sozialen Brennpunkten der Stadt gehört. In den beiden südlichen Stadtteilen Gatow und Kladow dominieren Einfamilienhäuser. Während Kladow das Flair einer gut situierten Kleinstadt verströmt, wirkt Gatow mit seiner bestechenden, ländlichen Lage fast wie ein kleines Dorf.

Die Havelstadt als Wirtschafts­standort

Spandau ist traditionell ein wichtiger Industriestandort. Der Stadtteil Siemensstadt geht – wie bereits erwähnt – auf die gigantischen Fabrikanlagen des damaligen Unternehmens Siemens & Halske bzw. Siemens-Schuckert zurück. Und auch heute ist die Siemens AG ein wichtiger Arbeitgeber im Bezirk. Daneben bestehen auch Werke von Osram und BMW. Am Brunsbütteler Damm ist mit Bausch & Lomb ein wichtiges Unternehmen der Pharmaindustrie vertreten. Des weiteren schätzen auch verschiedene mittelständische Industriebetriebe den Standort im Westen der Hauptstadt. Für die Versorgung Berlins ist Spandau ebenso von besonderer Bedeutung. Das Kraftwerk Reuter West ist das leistungsfähigste in ganz Berlin, zusätzlich wird hier Fernwärme für das Leitungsnetz (vor allem im Westteil der Stadt) eingespeist. Das benachbarte Kraftwerk Reuter wird mit der Wärme der Müllverbrennungsanlage Ruhleben betrieben. In ihr wird der Hausmüll Berlins umweltgerecht beseitigt.

Neben der Industrie spielen heute jedoch auch andere Branchen eine immer größere Rolle. Zu nennen sind hier vor allem der Handel und der Dienstleistungssektor. Spandau ist ein beliebter Shopping-Standort geworden. Davon zeugen zum einen die auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs erbauten Spandau Arcaden, aber auch die Fachmarktzentren wie der Siemensstadt-Park und riesige Supermärkte wie Kaufland. Im Dienstleistungsbereich haben sich in den vergangenen Jahren unter anderem bedeutende Callcenter-Riesen in der Havelstadt angesiedelt.

Ein Aushängeschild für die Spandauer Wirtschaft sind auch die auf ganz unterschiedliche Unternehmensgrößen und Branchen ausgerichteten Gewerbeparks, wie der Zeppelin-Park in Staaken oder der Sirius Business-Park in Gartenfeld.

Gesundheit!

Für die Gesundheit der Spandauer sorgen insgesamt 331 niedergelassene Ärzte. Den Löwenanteil an dieser Zahl haben die 129 Allgemeinmediziner und Internisten, welche die hausärztliche Versorgung sicherstellen. Daneben sind Fachärzte fast aller Spezialisierungen im Bezirk tätig, auch wenn die (Fach)arztdichte mit dem Nachbarbezirk Charlottenburg-Wilmersdorf bei weitem nicht mithalten kann. Dies führt dann dazu, dass man die – für Kassenpatienten oft recht langen – Wartezeiten in Spandau mit einer Fahrt nach Charlottenburg zu umgehen versucht. Der Trend zu medizinischen Versorgungszentren und Ärztehäusern ist hier ebenfalls gegeben. Die zahnärztliche Versorgung ist sehr gut. Satte 222 Zahnärzte sind in der Havelstadt tätig, an der Klosterstraße hat eine namhafte Zahnklinik ihren Sitz.

Zusätzlich existieren in unserem Bezirk vier unterschiedlich große Krankenhäuser mit einem relativ breiten Leistungsspektrum und einer auf Alterserkrankungen spezialisierten Klinik. Drei Krankenhäuser verfügen über eine Rettungsstelle. Daneben sind auch Rehabilitations- und zahlreiche stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen vorhanden.

Das medizinische Angebot wird abgerundet durch Praxen für Physiotherapie, medizinische Fußpflege und diverse Apotheken.

Sport in Spandau

Wie eingangs bereits beschrieben ist für die Spandauer der wichtigste Sportverein Hertha BSC. Bei Spielen des größten Fußballclubs der Hauptstadt wird in unserem Bezirk besonders mitgefiebert, egal ob live im nahe gelegenen Olympiastadion, der Fußballkneipe oder vor dem heimischen Fernseher. Möchte man selbst das Runde ins Eckige befördern, findet man hier genügend Möglichkeiten. In Spandau sind diverse Fußballvereine aktiv, einige sind eher leistungsorientiert, bei anderen steht Spiel und Spaß ganz im Vordergrund.

Insgesamt waren 2016 8,1 Prozent der Spandauer Mitglied in Sportvereinen, das sind immerhin 44.762 Personen. Die Damen sind mit 9,1 % dabei ein wenig sportlicher, von den Herren sind nur 7,6 % in einem Sportclub Mitglied. Neben dem Fußball spielen auch Schwimmen und andere Wassersportarten eine große Rolle. Durch die Lage an der Havel sind viele Rudervereine in Spandau beheimatet. Berühmt für ihre Schwimmer und Wasserballer sind die Wasserfreunde Spandau 04, deren Wasserballmanschaft sich sehr erfolgreich in der Bundesliga behauptet. Wer privat ins kühle Nass eintauchen möchte, kann dies in zwei öffentlichen Hallen- und zwei Sommerbädern sowie an zahlreichen Badestellen an Havel, Groß Glienicker- und Spektesee tun. Für Freunde entspannter und gehobenerer Badefreuden stehen die Poolanlagen des Centrovital und Meridian Spa zur Verfügung.

Grünanlagen zum Entspannen

Die Havelstadt bietet Ihren Einwohnern und Besuchern ein breites Angebot an Grünflächen, Wäldern und Parkanlagen. Während im Innenstadtbereich Spandaus eher kleine Parks bereitstehen, werden die Randgebiete von großzügigen Waldstücken und Feldern geprägt.

Spektegrünzug im Spätsommer

© Johannes Feske – Der Spektegünzug lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein.

  • Spandauer Forst
    Der Spandauer Forst ist einer der größten Wälder Berlins. Er wird durch die Schönwalder Allee geteilt, bedeckt eine Gesamtfläche von über 13 Quadratkilometern und lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Erwähnenswert sind die dort gelegenen Naturschutzgebiete „Großer und Kleiner Rohrpfuhl“ und das Teufelsbruch. Besonders bei Familien beliebt sind die an der Bushaltestelle Johannisstift gelegene Kuhlake und die in der Nähe befindlichen Wildtiergehege.
  • Münsinger Park
    Genau gegenüber des Rathauses liegt der nach dem früheren Bezirksbürgermeister Gottlob Münsinger benannte Park. Die kleine Parkanlage hinter den Bushaltestellen und der „Ellipse“ wird im Sommer gerne für ein kurzes Sonnenbad, einen kleinen Spaziergang auf dem Weg zum Bus oder von Kindern zum Spielen genutzt. Einige mächtige Bäume spenden einem jedoch auch genügend Schatten
  • Spektegrünzug
    Der Spektegrünzug ist ein kilometerlanger Grünstreifen vom Hohenzollernring bis nach Falkensee. Mit seinen größeren Gewässern, dem Großen Spektesee und der Spekte-Lake, sowie einigen Sumpfbereichen bietet er idyllische Natur im direkten Umfeld mächtiger Wohnsiedlungen. Weitläufige Liegewiesen laden im Sommer zum Picknick ein, ein kleiner Rodelberg im Winter zum Schlittenfahren.
  • Bullengraben-Grünzug
    Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine mehrere Kilometer weit reichende Grünanlage, welche weitgehend den namensgebenden Bullengraben begleitet. Er beginnt in West-Staaken, ganz in der Nähe der Wohnanlage Metropolitan-Park, und zieht sich bis kurz hinter den Elsflether Weg. Die Grünanlage wurde in ihrer heutigen Form im Rahmen einer Ersatzmaßnahme durch die Deutsche Bahn geschaffen. Sie bietet mit verschiedenen Biotopen Tieren und Pflanzen einen wichtigen Rückzugsraum.
  • Rieselfelder Karolinenhöhe
    Die Rieselfelder Karolinenhöhe entstanden 1890 zur Klärung der Abwässer der Stadt Charlottenburg. Sie blieben mehr als hundert Jahre in Betrieb. Die berieselte Fläche wurde zwar bereits in den 60er Jahren verkleinert, die endgültige Aufgabe erfolgte jedoch erst 2010. Heute ist das Gelände ein Landschaftsschutzgebiet und beliebtes Ausflugsziel, welches zu jeder Jahreszeit zu bestechen weiß.
  • Hahneberg
    Der Hausberg der Spandauer ist der Hahneberg. Wobei zu bemerken ist, dass es den kleineren Alten Hahneberg und den 87,6 Meter hohen Neuen Hahneberg gibt. Während es sich bei dem alten „Berg“ um eine natürliche Erhebung handelt, ist der „Neue“ eine künstliche Aufschüttung. Er befindet sich an der Stelle einer früheren Kiesgrube, die mit Bauschutt verfüllt wurde. Er entstand im Unterschied zu vielen anderen Hügeln im Berliner Stadtgebiet nicht in den Nachkriegsjahren, sondern in den 60ern und 70ern. Von seinem Gipfel bietet sich ein weites Panorama über die Hochhäuser von Staaken. Im Winter wird er vor allem wegen seiner steilen und schnellen Rodelbahn geschätzt.

Die wichtigsten Sehens­würdigkeiten der Havelstadt

Auch wenn Spandau bei der Anzahl der Sehenswürdigkeiten nicht mit der Berliner Innenstadt mithalten kann, gibt es in unserem Bezirk dennoch eine Menge zu entecken. Neben vielen kleinen Besonderheiten hat die Havelstadt auch einige echte Highlights zu bieten.

  • Zitadelle Spandau
    Die bekannteste Sehenswürdigkeit Spandaus ist sicher die um 1560 erbaute Zitadelle. Sie gilt weit über die Stadtgrenzen hinaus als Symbol für den Bezirk und hat jedes Jahr eine Vielzahl von Besuchern. Diese kommen jedoch nicht nur, um sich im dortigen Museum zu informieren oder die mächtigen Festungsanlagen zu bestaunen, sondern auch wegen der vielen Konzerte und Events, die auf der Zitadelle stattfinden.
  • Gotisches Haus
    Das Gotische Haus ist das älteste, erhalten gebliebene Bügerhaus in der Hauptstadt. Erbaut wurde es bereits Ende des 15. Jahrhunderts. Man findet das Haus in der Altstadt Spandau, an der Breite Straße 32. Im Obergeschoss beherbergt das aufwändig restaurierte Gebäude eine Zweigstelle des Stadtgeschichtlichen Museums. Die Ausstellung befasst sich mit dem Leben im alten Spandau. Das Erdgeschoss wird von der Touristeninformation genutzt.
  • Altstadt Spandau
    Die Altstadt Spandau ist das Herzstück des Bezirks. Durch die weitläufige Fußgängerzone hat sich das Gebiet zu einer echten Einkaufsmeile entwickelt. Diverse Bekleidungsgeschäfte, Banken und Cafés haben dort geöffnet. Doch nicht nur wegen der vielen Einkaufsmöglichkeiten ist die Altstadt einen Besuch wert: Besonders in den kleinen Seitenstraßen sind noch einige wirklich alte und sehr sehenswerte Häuser erhalten geblieben. Auch die evangelische St.-Nikolai-Kirche mit ihrer langen und wechselvollen Geschichte ist sehr interessant.
  • Fort Hahneberg
    Bei dem 1888 fertiggestellten Fort in Staaken handelt es sich um den letzten deutschen Festungsneubau. Bei seiner Inbetriebnahme war er bereits veraltet. Namensgebend ist der Alte Hahneberg, in den die Gebäude hineingebaut sind. Heute ist das Fort Hahneberg ein wichtiges Fledermausquartier, seine Umgebung Naturschutzgebiet. Die historischen Bauwerke können bei Führungen besichtigt werden.