Die Havelstadt Spandau als Wirtschafts­standort

Spandau ist traditionell ein wichtiger Industriestandort. Der Stadtteil Siemensstadt geht – wie bereits erwähnt – auf die gigantischen Fabrikanlagen des damaligen Unternehmens Siemens & Halske bzw. Siemens-Schuckert zurück. Und auch heute ist die Siemens AG ein wichtiger Arbeitgeber im Bezirk. Daneben bestehen auch Werke von Osram und BMW. Am Brunsbütteler Damm ist mit Bausch & Lomb ein wichtiges Unternehmen der Pharmaindustrie vertreten. Des weiteren schätzen auch verschiedene mittelständische Industriebetriebe den Standort im Westen der Hauptstadt. Für die Versorgung Berlins ist Spandau ebenso von besonderer Bedeutung. Das Kraftwerk Reuter West ist das leistungsfähigste in ganz Berlin, zusätzlich wird hier Fernwärme für das Leitungsnetz (vor allem im Westteil der Stadt) eingespeist. Das benachbarte Kraftwerk Reuter wird mit der Wärme der Müllverbrennungsanlage Ruhleben betrieben. In ihr wird der Hausmüll Berlins umweltgerecht beseitigt.

Das Wernerwerk-Hochhaus im Spandauer Stadtteil Siemensstadt.
© Johannes Feske – Das Wernerwerk-Hochhaus im Spandauer Stadtteil Siemensstadt.

Shopping in Spandau auch für Wirtschaft von Bedeutung

Neben der Industrie spielen heute jedoch auch andere Branchen eine immer größere Rolle. Zu nennen sind hier vor allem der Handel und der Dienstleistungssektor. Spandau ist ein beliebter Shopping-Standort geworden. Davon zeugen zum einen die auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs erbauten Spandau Arcaden, aber auch die Fachmarktzentren wie der Siemensstadt-Park und riesige Supermärkte wie Kaufland. Im Dienstleistungsbereich haben sich in den vergangenen Jahren unter anderem bedeutende Callcenter-Riesen in der Havelstadt angesiedelt.

Ein Aushängeschild für die Spandauer Wirtschaft sind auch die auf ganz unterschiedliche Unternehmensgrößen und Branchen ausgerichteten Gewerbeparks, wie der Zeppelin-Park in Staaken oder der Sirius Business-Park in Gartenfeld.