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Stromver­brauch senken

Ökostrom-Tarife vergleichen

Richtwerte:
1-Personen-Haushalt: 2.000 kWh / Jahr
2-Personen-Haushalt: 3.500 kWh / Jahr
3-Personen-Haushalt: 4.250 kWh / Jahr
4-Personen-Haushalt: 5.000 kWh / Jahr

Tipp: Sie finden den Stromverbrauch der vergangenen Vertragsperiode auf Ihrer letzten Stromrechnung.

Hohe Energiekosten belasten die Haushaltskasse Monat für Monat. Neben einem günstigen Stromtarif hilft es da natürlich, den Energieverbrauch zu senken. Dies gelingt oft mit erstaunlich wenig Aufwand und einigen kleinen Tricks. Mit welchen, wollen wir Ihnen im Folgenden zeigen:

Energieeffizienz­klassen

Beim Kauf eines neuen Elektrogeräts ist es in jedem Fall ratsam, auch auf den Stromverbrauch zu achten, da sich ein sparsam arbeitendes Gerät über die Jahre bezahlt macht. Um die Kaufentscheidung zu erleichtern, wurden für verschiedene Geräte und Leuchtmittel Energieeffizienzklassen eingeführt. Unter anderem existiert die von G (hoher Verbrauch) bis A+++ (geringer Verbrauch) reichende Skala für Waschmaschinen, Kühlschränke und Geschirrspüler.

Kühlschrank

Für ihren starken Stromverbrauch berüchtigt sind Kühlschränke. Jedoch lässt sich schon mit einfachen Mitteln ihr Energiehunger deutlich bremsen. Dazu sollten Sie das Kühlgerät regelmäßig reinigen und abtauen. Desweiteren sollten keine noch warmen Speisen in den Kühlschrank gestellt werden. Zudem reicht es, wenn die Temperatur im Inneren ca. 7 °C beträgt. Kühler muss es nicht sein, höher sollte die Temperatur aber auch nicht liegen. Außerdem ist darauf zu achten, dass das Gerät möglichst schattig und in genügendem Abstand zu Herd und Heizung steht.

Beleuchtung

Besonders bei der Beleuchtung kann man den Stromverbrauch unkompliziert senken. Durch den Einsatz moderner Leuchtmittel auf Basis von LEDs (Leuchtdioden) oder Energiesparlampen lässt sich der Energieverbrauch um bis zu 80 % reduzieren. Zusätzlich können Sie auch mit einer geschickten Raumgestaltung den Stromverbrauch senken. Hell gestrichene Räume benötigen weniger Licht, und es wird somit Strom gespart.

Waschmaschine

Auch der Energieverbrauch der Waschmaschine lässt sich recht einfach senken: Bei weniger stark verschmutzter Wäsche kann problemlos bei 30° gewaschen werden. Die Wäschetrommel sollte zudem immer gut ausgefüllt werden, weil bei geringer Auslastung logischerweise Strom (sowie Wasser und Waschmittel) verschwendet werden. Sofern die Wäsche an der Luft getrocknet werden soll, kann zudem auf den stärksten Schleudergang verzichtet werden.

Wäschetrockner

Wenn hingegen ein elektrischer Wäschetrockner genutzt wird, ist es wichtig, die Textilien zuvor so stark wie möglich zu schleudern. Die Funktion “Extratrocknen” sollte nur in Ausnahmefällen gewählt werden. Besonders, wenn die Wäsche im Anschluss gebügelt wird, genügt die Einstellung “Bügeltrocken”. Selbstverständlich ist es ratsam, auch den Wäschetrockner ausschließlich gut gefüllt zu benutzen. Strom sparen können Sie auch, indem Sie das Flusensieb kontinuierlich sauber halten.

Fernseher

Beim Fernseher sind die Möglichkeiten zum Strom sparen relativ beschränkt. Allerdings gibt es wenigstens eine wichtige Empfehlung: Vermeiden Sie den Stand-by Betrieb. Über längere Zeit lohnt sich die Einsparung.

Funkschalter und Steckdosenleisten

Nicht nur beim Fernseher sondern auch bei vielen anderen Elektrogeräten gilt es, unnötigen Stand-by-Betrieb zu vermeiden. Ein immer größer werdendes Problem dabei ist, dass sich viele Unterhaltungsgeräte und Haushaltshelfer nicht mehr ganz ausschalten lassen. Um sich in solchen Fällen das unbequeme Stecker ziehen zu ersparen, gibt es schaltbare Steckdosenleisten. Besonders vorteilhaft ist hierbei, dass verschiedene Geräte gleichzeitig geschaltet werden können. Beispielsweise lassen sich auf diese Weise Fernseher, Receiver und DVD-Player mit nur einem Klick gemeinsam vom Netz trennen. Derartige Steckdosenleisten werden auch häufig mit integriertem Überspannungsschutz angeboten. Bei empfindlicher Technik ein überaus großer Zusatznutzen.

Für mehr Komfort kann man auch zu Funksteckdosen greifen, mit denen sich Elektrogeräte unkompliziert per Fernbedienung ein- und ausschalten lassen. Im Idealfall werden Steckdosenleiste und Funksteckdose miteinander kombiniert.

Auf einem ähnlichen Prinzip basieren Master-Slave-Steckdosenleisten. Sehr anschaulich kann man ihren Einsatz an einem Tower-PC mit einer Vielzahl von Zusatzgeräten erklären: Das Hauptgerät, in diesem Fall der Rechner, wird über die “Master-Steckdose” versorgt. Wird der PC ausgeschaltet, erkennt dies die Steckdosenleiste automatisch. Sobald an der Master-Steckdose kein Strom mehr verbraucht wird, unterbricht sie auch die Stromzufuhr zu den Slave-Steckdosen. An diesen sind die Zusatzgeräte wie Bildschirm, Drucker und Scanner angeschlossen, die dann selbstständig mit ausgeschaltet werden.

Ladegeräte und Trafos

Transformatoren verbrauchen Strom, sobald sie mit dem Netz verbunden sind. Da jedes Ladegerät einen Trafo beinhaltet, gilt das für diese Geräte ebenso, was man an der Wärmeentwicklung auch deutlich merkt. Um unnötigen Verbrauch zu vermeiden, sollte man sie deshalb bei Nichtbenutzung immer aus der Steckdose ziehen oder die zuvor beschriebenen Lösungen, beispielsweise mit Funksteckdosen, anwenden. Nicht zu vergessen ist, dass viele Halogenleuchten ebenfalls über Trafos betrieben werden. Durch die genannten Vorgehensweisen lässt sich auch in diesem Bereich unnötiger Energieverbrauch zuverlässig vermeiden.