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Polizei nimmt Schlangen in Gewahrsam

Von Johannes Feske am 6. Januar 2018

Die Berliner Polizei meldete am vergangenen Donnerstag auf Facebook, dass in Spandau vor einem Geschäft für Tierbedarf zwei größere Würgeschlangen entdeckt wurden. Vermutlich handelt es sich bei den offenbar in einer Styroporbox ausgesetzten Tieren um Phytons. Da die Schlangen sich schnell aus den vergitterten Zellen im Polizeigewahrsam herausschlängeln würden musste sofort „offener Vollzug“ beim Amtstierarzt angeordnet werden, wie die Beamten augenzwinkernd mitteilten. Vor welchem Laden die beiden gefunden wurden gab die Polizei leider nicht bekannt. Da der Fundort in den Zuständigkeitsbereich des Abschnitts 23 fällt, muss er eher im südlichen Teil Spandaus liegen. In dem Gebiet befindet sich unter anderem eine große Fressnapf-Filiale, die selbst auch mit Reptilien handelt.

Da das Aussetzen von Tieren selbstverständlich weniger amüsant und strafbar ist, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet. Wenigstens wurde die Box offenbar so platziert, dass den Schlangen schnell geholfen werden konnte. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass notfalls im Berliner Tierheim (je nach Kapazität) auch Exoten wie Schlangen abgegeben werden können.

Thema: Handel, Verwaltung