Durch Lindenkauf Spandau konnten schon 4.635 Bäume gepflanzt werden.
 

Verkehr – Spandau hat den größten …

Busknotenpunkt Berlins. An keinem anderen Ort in der Hauptstadt treffen sich so viele Buslinien wie vor dem Rathaus Spandau. Fast alle werden von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) bedient. Jedoch auch die Potsdamer ViP und die HVG steuern den Bahnhof an. Dieser hat übrigens auch einen Superlativ zu bieten, nämlich mit 440 Metern die längste Bahnhofshalle Deutschlands. Unter dem Glasdach halten die Fern- und Regionalzüge. Unter anderem werden Verbindungen nach Hamburg, Hannover und München angeboten. Der Regionalverkehr führt neben weiteren Zielen nach Nauen, Rathenow und Cottbus. Die U 7, längste U-Bahnlinie Berlins und längstes zusammenhängendes Bauwerk Europas, hat am Rathaus Spandau ihren Endbahnhof. Sie hält auf ihrem Weg ins ferne Rudow noch an vielen weiteren Stationen im Bezirk, so an der Zitadelle Spandau, der Paulsternstraße und dem Siemensdamm (direkt an der Kaufmitte). Der Stadtteil Kladow wird durch die Fährlinie F10 mit dem Bahnhof Wannsee verbunden.

Der Bahnhof Spandau von der Seegefelder Straße / Galenstaße aus gesehen.
©Johannes Feske – Der Bahnhof Spandau kann mit dem längsten Glasdach Europas aufwarten.

Innerhalb Spandaus wird – von der U7 einmal abgesehen – der öffentliche Nahverkehr ausschließlich mit Bussen bestritten. Dies hat zur Folge, dass die Busse zumindest im Berufsverkehr meist so überfüllt sind, dass fast zwangsweise eine unfreiwillige Kuschelparty stattfindet. Da die Stimmung dabei aber aus verständlichen Gründen oft eher weniger kuschelig ist, wird seit längerem nach Lösungen für diese Problematik gesucht. So wird zum Beispiel die Verlängerung der U-Bahn und die Rückkehr der Straßenbahn diskutiert. Kurzfristig soll durch die Schaffung neuer Buslinien und dichteren Takten Erleichterung geschaffen werden. Des weiteren sind auch immer wieder Verbesserungen beim Verkehr ins benachbarte Havelland in der Debatte. Eine Idee ist, die S-Bahn nach Falkensee oder gar Nauen zu verlängern.

Spandauer Straßennetz

Der Bezirk verfügt über ein umfangreiches, jedoch auch oft überlastetes, Straßennetz. Die Heerstaße (B5) durchquert Spandau in Ost-West-Richtung, über die B2 geht es ins südlich gelegene Potsdam.  Über die Falkenseer Chaussee gelangt man – wie unschwer zu erraten – nach Falkensee, und die Niederneuendorfer Allee führt einen nach Hennigsdorf. Die Seegefelder Straße ist ebenfalls eine zusätzliche wichtige Route ins Havelland.  Über die genannten Straßen fährt ein wesentlicher Teil der Berufspendler aus dem westlichen Umland nach Berlin und wieder zurück – eine echte Herausforderung für den Bezirk, die es zu bewältigen gilt. Denn rund um das Rathaus, wo einige dieser Wege zusammentreffen und sich den Platz mit den vielen Bussen teilen müssen, wird es regelmäßig sehr eng und unübersichtlich. Dennoch ist man auch als Autofahrer in der Havelstadt bestens aufgehoben. Ein breites Angebot an Tankstellen (auch sehr günstigen), Waschanlagen und Werkstätten machen die zuvor genannten Unannehmlichkeiten genauso wett, wie die landschaftlich reizvollen Strecken in Kladow und Gatow.